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Windows Home Server: Eine Datenbank für die Familie

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Windows Home Server
Kleine Kiste voller Daten - auf einem Windows Home Server lassen sich Dokumente und Fotos in einem Haushalt zentral ablegen. (Bild: Fujitsu Siemens/dpa/tmn)

am 22.09.2008 | Von Sven Appel, dpa

Hannover (dpa/tmn) - Irgendwo im Haus steht ein Computer ohne Tastatur und ohne Bildschirm, so die Idee. Seine Aufgabe besteht darin, anderen Computern und Geräten Zugriff auf verschiedene Daten zu bieten.

Filme, Fotos, Dokumente und anderes werden so zentral gelagert und für die ganze Familie bereitgestellt. Das lässt sich im Prinzip auch mit älteren PCs und ein bisschen Software machen, wäre dann aber eher etwas für Tüftler. Einfacher zu handhaben ist ein Windows Home Server - der jedoch auch seine Ecken und Kanten hat.

Windows Home Server heißt eigentlich nur das entsprechende Betriebssystem von Microsoft. Die Software ist für rund 130 Euro zu haben, die Installation auf einem PC - und hier reicht ein älteres Modell - läuft automatisch. Das Anlegen der Nutzerkonten ist mit minimalen Aufwand zu erledigen.

Noch einfacher geht es, wenn sich der Anwender einen kompletten Home Server, bestehend aus einem entsprechenden Rechner mit vorinstalliertem Microsoft-System, kauft. Solche Geräte gibt es ab etwa 500 Euro zum Beispiel von Belinea, LEO, HP und Fujitsu Siemens. Einen Windows Home Server ins eigene Netzwerk einzubinden, ist laut Christof Windeck von der Zeitschrift «c't» vergleichsweise einfach. Für wen ist Windows Home Server gedacht? «Die Zielgruppe sind Haushalte mit mehreren PCs», erklärt Oliver Niedung von Microsoft.

Die wichtigste Funktion des Windows Home Server sei die Möglichkeit, alle Daten, Dokumente und Fotos in einem Haushalt an einem zentralen Ort zu sichern, so dass sie überall im Haus verfügbar sind, erklärt der Windows-Experte Thomas Joos in seinem Buch «Windows Home Server: Einrichten, Optimieren, Fehler beheben». Um die Daten vor einem Hardware-Ausfall - etwa einem Defekt der Festplatte - zu schützen, rät Joos, keinen Server zu kaufen, der nur mit einer Festplatte ausgestattet ist. Joos empfiehlt mindesten zwei Festplatten mit jeweils mindesten 500 Gigabyte Speicher.

Ein Vorteil der Home-Server-Geräte gegenüber herkömmlichen PCs ist ihre unkomplizierte Erweiterbarkeit: Ist der Speicher voll, kauft man sich eine weitere Festplatte und steckt sie einfach ins Gehäuse. Konfiguriert werden muss nichts, das System erkennt den zusätzlichen Speicher automatisch. Laut Oliver Niedung von Microsoft lässt sich der Home Server sogar so erweitern, dass mit seiner Hilfe etwa das Licht im Haus oder die Rollläden gesteuert werden können.

Eine zentrale Aufgabe des Home Server ist die Datensicherung. Diesen Job macht er nachweislich gut: Die «c't» hatte die Software getestet und festgestellt, dass die Backup-Funktion des Systems vergleichsweise «mächtig» ist. Doch ausgerechnet mit der Datensicherung gab es anfangs Probleme: ein Bug, der zum Verlust von Dateien führen konnte. Mit dem Service Pack 1 für Windows Home Server sind die Probleme jedoch behoben.

Nach der Installation des Windows Home Server muss dieser nicht mehr angefasst werden. Für Änderungen, zum Beispiel dem Hinzufügen weiterer Nutzer, wird der Server von den Anwender-PCs, den sogenannten Clients, aus über das Netzwerk gewartet.

Der Windows Home Server bietet auch die Möglichkeit, über das Internet auf die eigenen Daten zuzugreifen. Doch vor allem wenn auf dem Server vertrauliche Informationen liegen, sollten die Anwender wissen, was sie tun, warnt Christof Windeck. Auch wenn die Handhabung des Windows Home Servers relativ einfach ist, sollte man sich ein paar Gedanken um die Sicherheit machen. So sollten die Zugriffsrechte an sichere Passwörter gekoppelt sein. «Wer schon bei seinem WLAN-Router sagt: Sicherheit ist mir nicht so wichtig, lässt vielleicht besser die Finger vom Server», sagt Windeck.

Eine weitere Sache sollte im Kopf haben, wer sich für den Home Server interessiert: Zur Idee des Servers zählt, dass er rund um die Uhr läuft - und dafür braucht er Strom.

Literatur: Thomas Joos, Windows Home Server - Einrichten, Optimieren, Fehler beheben, Markt und Technik, ISBN-13: 978-3-8272-4348-5, 19,95 Euro

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