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Die Trends auf der Photokina 2008

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Sony
Star am Sony-Stand: Die Spiegelreflexkamera a900 liefert eine Auflösung von 24,6 Megapixel. (Bild: Sony/dpa/tmn)

am 22.09.2008 | Von Sven Appel, dpa

Köln (dpa/tmn) - Rund neun Millionen Kameras werden wohl in diesem Jahr hierzulande verkauft. Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband schwärmt: «Deutschland ist das Land der Fotografen.»

Und Köln ist für ein paar Tage dessen Hauptstadt: Vom 23. bis 28. September öffnet die photokina ihre Pforten. Mehr als 1500 Aussteller präsentieren sich auf der weltweit wichtigsten Fotografie-Messe.

Die Megapixelschlacht werde wohl weitergehen, sagt Clauß: «Bei den Kompaktkameras werden wir 15 Millionen Pixel erreichen.» Und bei den Spiegelreflex-Kameras könnten auf der Messe schon Modelle mit 24 Millionen Pixel Auflösung zu sehen sein. Star am Sony-Stand ist die Spiegelreflexkamera a900. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um die weltweit erste digitale Vollformat-Spiegelreflexkamera mit 24,6 Megapixel-Auflösung.

Die Pixeleuphorie lasse zwar etwas nach, so Bettina Steeger von Canon. Es werde aber einige Modelle geben, die mit noch höherer Auflösung aufwarten. Canon hat erst im August mit der EOS 50D eine neue Spiegelreflexkamera vorgestellt. «Da kommt noch was.»

Zu den interessantesten Kamera-Neuheiten zählt die Lumix DMC-G1 von Panasonic. Sie ist die erste digitale Spiegelreflex-Kamera, die nach dem von Panasonic und Olympus präsentierten Micro-Four-Thirds-Standard gebaut wurde. Es ist davon auszugehen, dass auch Olympus ein entsprechendes neues Kameramodell zeigen wird.

photokina
Star am Sony-Stand: Die Spiegelreflexkamera a900 liefert eine Auflösung von 24,6 Megapixel. (Bild: Sony/dpa/tmn)

Nachdem GPS der Navigation zum Durchbruch verholfen hat, dürften sich die Empfänger für das satellitengestützte globale Ortungssystem zunehmend auch in Kameras wiederfinden. Dabei geht es darum, Fotos einem Aufnahmeort zuzuordnen. Einen Trend sieht Constanze Clauß etwa darin, die Fotografie mit Datenbankanwendungen zu verknüpfen. Diese könnten erkennen, um welches Gebäude es sich auf einem Bild handelt.

In diesem Zusammenhang gewinnt auch eine WLAN-Funktion der Kamera an Wert, um unterwegs eine Internetverbindung herstellen zu können. Aber auch das Thema kabellose Bildübertragung werde an Bedeutung zulegen, so Clauß. Immer wichtiger werde auch die Bildbearbeitung.

Außerdem bauen die Hersteller das Thema Gesichtserkennung aus: So werden künftige Kameras mit Gesichtserkennung Porträts bestimmter Personen automatisch entsprechend sortieren können. Zudem vermag die Technik entsprechende Motiv-Einstellung auch dann vorzunehmen, wenn die fotografierte Person nicht kerzengerade vor der Kamera steht. «Gesichtserkennung 3.0», nennt Markus Nierhaus vom Hersteller Fujifilm diese Weiterentwicklung.

Eine Fortführung der Gesichtserkennung ist die Lächelautomatik - die Kamera löst aus, wenn die Person lächelt. Diese zunächst bei Kompaktkameras übliche Technik findet jetzt Einzug bei den Camcordern. Mit der HDR-CX11E stellt Sony den nach eigenen Angaben ersten Camcorder mit sogenannter SmileShutter-Funktion vor, wie die Lächelautomatik bei Sony heißt: Während des Films macht der Camcorder automatisch Fotos von lachenden oder zumindest lächelnden Personen.

Der Traditionshersteller Leica ist ebenfalls auf der photokina vertreten: Im Gepäck hat er unter anderem die neue Messsucherkamera M8.2 und einen High-End-Projektor: Der Pradovit D 1200 mit einer Leuchtkraft von 1400 Ansi-Lumen wirft Bilder in HD-Qualität an die Wand. Das von November an erhältliche Gerät gehört mit einer Preisempfehlung von 9900 Euro jedoch zur Klasse der Luxus-Beamer.

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