«Second-Life»: Online-Welt mit elf Millionen Bewohnern
«Second-Life»: Online-Welt mit elf Millionen Bewohnern
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Ein User tritt mit der Internet-Welt «Second Life» und ihren Avataren in eine im symbolhaften Dialog. (Bild: dpa)
am 15.09.2008
Frankfurt (dpa) - Die Online-Erlebniswelt «Second Life» (Zweites Leben) wurde vor mehr als fünf Jahren vom US-amerikanischen Physiker Philip Rosedale und dessen kalifornischer Software-Schmiede Linden Lab erfunden.
Die Idee: Die Nutzer besiedeln mit Computerfiguren (Avataren) eine virtuelle Welt, kommunizieren dort miteinander, treiben Handel und kaufen Grundstücke. Inzwischen haben sich mehr als elf Millionen Nutzer registrieren lassen. Viele der Nutzer sehen sich allerdings nur einige Male in der virtuellen Welt um - und lassen anschließend als «Karteileichen» die Nutzerzahlen sehr viel höher scheinen, als sie tatsächlich sind.
Die Basis-Mitgliedschaft ist kostenlos. Mit der Anmeldung bekommt der Nutzer einen Avatar, der nach eigenen Wünschen gestaltet werden kann - das allerdings kostet dann. Bezahlt wird mit einer eigenen Währung. Für 270 solche Linden-Dollar muss ein realer US-Dollar berappt werden. Damit kann man von Haaren, Schmuck und einem neuen Körper über Kleidung, Nahrungsmittel bis zur Immobilie alles kaufen. Auch der Verkauf virtuellen Vermögens für echtes Geld ist möglich.
Avatare können laufen, fliegen oder sich zum gewünschten Ort «beamen». Im Zentrum der Online-Welt stehen Partys und Konsum. Auch Unternehmen, Medienfirmen, Universitäten und Konzertveranstalter haben das «Second Life» für sich entdeckt. Sie erhoffen sich von dem «Zweiten Leben» neue Marktchancen.
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