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Japanischer Schrein bietet Schutz für Computer

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Schrein Kanda-Myojin
Spiritueller Schutz für den Computer: In Japan rufen Priester vom Schrein Kanda-Myojin die Götter um Beistand für den PC an. (Bild: «kandamyoujin.or.jp»)

am 05.09.2008

Tokio (dpa) - In der Hightech-Hochburg Japan bieten nicht nur Programmierer Schutz vor Viren und anderen Computerproblemen, sondern auch die Götter. Im Schrein Kanda-Myojin in der Hauptstadt Tokio kann man seinen geliebten Rechner zu den Priestern bringen.

Dort werden dann unter der Anwendung jahrhundertealter Zeremonien die Götter um Beistand für den schutzbedürftigen Computer gerufen, wie ein Sprecher des Shinto- Heiligtums mitteilte. Der Schrein liegt in der Nähe des Stadtviertels Akihabara, ein berühmtes Mekka für Fans neuester Unterhaltungselektronik. Shinto ist die Urreligion der Japaner.

Auch bei Problemen mit Mobiltelefonen wird der Schrein schon mal aufgesucht. So habe eine Schülerin die Hilfe der Götter erbeten, weil sie ständig von ungebetenen SMS-Botschaften belästigt wurde. Auch unter Unternehmen der IT-Branche haben sich die religiösen Schutzdienste des Kanda-Myojin-Schreins herumgesprochen. Es sei vorgekommen, dass sich Unternehmen meldeten, um Priester des Schreins direkt zu sich zu bitten, hieß es. Daneben gibt es auch die in Japans Schreinen üblichen Glücksbringer, sogenannte Omamori, zu kaufen.

Japanische Schreine bieten der Bevölkerung Schutz für alle Lebenslagen, ob bei der Geburt oder im Straßenverkehr. So ist es nichts Ungewöhnliches, dass Priester auch anderer Schreine des Inselreichs gegen Entgelt diverse Schutz- und Reinigungsrituale nicht nur für Menschen, sondern auch für die verschiedensten Dinge des Alltags vornehmen, von neuen Autos bis hin zu neuen Häusern.

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