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Risiken beim Online-Banking werden oft unterschätzt

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am 02.09.2008

München (dpa) - Die Risiken beim Online-Banking durch eigene Fehler oder kriminelle Angriffe von außen sind vielen Internetnutzern nach Ansicht eines Computerexperten immer noch nicht ausreichend klar.

«Viele Nutzer gehen gedankenlos und gutgläubig mit dem Internet um und laufen Gefahr, in Fallen zu tappen», sagte Thomas Faber, Fachreferent der nordrhein-westfälischen Internet-Sicherheitsinitiative «secure-it.nrw», in München. Nach Angaben des Internetanbieters Web.de ist das Online-Banking eine der am häufigsten genutzten Funktionen im Internet. Viele Banken haben die Haftung für das Internet-Banking nach Angaben von Faber auf die Kunden übertragen. «Im Regelfall haftet der Nutzer selbst für Fehler, die entstehen.»

Dies gelte auch dann, falls er beispielsweise bei einer Überweisung eine Null zu viel eintippt und einem Empfänger dadurch 1000 statt 100 Euro überweist. Zwar zeigten sich die Banken oft kulant, zur Schadenswiedergutmachung seien sie aber nicht verpflichtet. Bei allen Bankgeschäften im Internet sollten die Nutzer daher höchst sorgfältig arbeiten und sich zusätzlich durch eine geeignete Software vor Angriffen von außen schützen, empfahl Faber. Sicherer als das Banking über den Internet-Browser mit PIN und Transaktionsnummern (TAN) von einer Papierliste sei zudem der Versand der TAN per SMS aufs Handy.

Der Online-Anbieter Web.de mit Sitz in Karlsruhe will die Sicherheit bei Online-Bankgeschäften seiner Kunden künftig durch eine Kooperation mit der Star Finanz GmbH erhöhen, die mit ihrer Banking-Software StarMoney Marktführer ist. Die Software stehe ab sofort allen Kunden gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung, berichtete das Unternehmen.

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