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Shopping-Clubs im Web: Schnäppchen für Eingeweihte

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Shopping-Clubs im Web: Schnäppchen für Eingeweihte IT-News-World.de 5 5
Shopping-Clubs
Bei etlichen Webshops gibt es reduzierte Markenware ausschließlich für Mitglieder. (Bild: Wenda/dpa/tmn)

am 06.08.2008 | Von Berti Kolbow, dpa

Unterföhring/Wiesbaden (dpa/tmn) - Wer hier ein Schnäppchen machen will, muss schnell sein - und dazugehören: Das ist das Prinzip einer jungen Variante von Online-Kaufhäusern, den «Shopping-Clubs».

Sie haben für jeweils kurze Zeit reduzierte Markenartikel im Angebot. Aber nicht für jedermann: Nur eine Einladung ermöglicht den Zutritt zu den Restposten-Märkten. Sie zu erhalten, ist aber nicht schwer.

«Exklusiv» ist bei den Clubs vor allem die Ware. Häufig sind es ursprünglich sehr teure Klamotten oder Schuhe, die Anbieter wie brands4friends oder Vente Privée im Sortiment haben. Auch Unterhaltungstechnik oder Haushaltsutensilien werden teils mit Nachlässen von bis zu 70 Prozent angeboten. «Bekannte Hersteller wollen so ihre Warenüberhänge und Auslaufmodelle loswerden», erklärt Jochen Krisch, Experte für elektronischen Handel aus Unterföhring bei München.

«Hierzulande fasst die Idee gerade erst Fuß», sagt Krisch. Neun Vertreter listete die Überblicks-Seite «shopping-clubs.de» zuletzt auf. «Manche Anbieter beginnen sich inzwischen auf Sportartikel, Kinderausstattung oder Urlaubsreisen zu spezialisieren», hat Silke Berz, die Betreiberin des Portals aus Wiesbaden festgestellt.

Bei den Clubs einkaufen darf, wer von einem Mitglied eingeladen wurde. Ein wenig Geheimniskrämerei ist erwünscht: Die Hersteller möchten nicht, dass jeder mitbekommt, wie sie ihre teuren Produkte verramschen. «Wir machen die Angebote nur Mitgliedern zugänglich, damit sie nicht in Preisvergleichen sichtbar sind», erklärt Harald Ernst, Geschäftsführer des Anbieters BuyVIP.

Aber da sie in der Anlaufphase stecken, sind die meisten Anbieter freigiebig. BuyVIP etwa verschenkt Gutscheine für erfolgreiche Einladungen. «Letztlich haben wir ein Interesse an einem großem Kundenkreis», sagt Ernst.

Die Artikel werden meist höchstens fünf Tage lange verkauft. Davon sollte sich aber niemand drängen lassen, rät Jo Bager von der Zeitschrift «c't»: «Wer sichergehen will, dass er ein Schnäppchen macht, sollte die Preise online vergleichen.» Bei Stichproben, die Bager vorgenommen hat, waren die Angebote wirklich sehr günstig. «In einzelnen Fällen findet man auch im Ladengeschäft die gleiche Ware ähnlich hoch reduziert», sagt hingegen Silke Berz.

Obwohl es sich um kurzfristige Angebote handelt, gehen Kunden kein rechtliches Risiko ein. Laut Ronny Jahn von der Verbraucherzentrale Berlin können sie wie beim «normalen» Online-Einkauf die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückschicken. Dass der Händler Schadhaftes innerhalb von zwei Jahren reparieren oder umtauschen muss, gilt auch.

Experte Krisch geht davon aus, dass die Clubs weiter an Bedeutung gewinnen werden. Und das nicht nur, weil die Deutschen als besonders preissensibel gelten: Auch dem wachsenden Bedürfnis nach «Erlebnis-Einkäufen» würden die exklusiv wirkenden Shopping-Clubs gerecht.

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