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Verwirrung um Systemanforderungen von Spielen

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Systemanforderungen für PC-Spiele
Mittendrin statt nur dabei: Mit so brillanter Grafik lässt sich «Crysis» nur auf einem bestens ausgestatteten Rechner spielen. (Bild: EA/dpa/tmn)

am 18.06.2008 | Von Heiko Haupt, dpa

Berlin/München (dpa/tmn) - Wenn Spiele nicht die in der Werbung versprochene Grafik zeigen, erfüllt der PC womöglich die technischen Anforderungen der Software nicht. Welche das sind, steht auf jeder Spielepackung und sorgt immer wieder für Verwirrung.

In der Regel sind auf der Verpackung eines PC-Spieles zwei Anforderungsstufen angegeben: die «Minimalen Systemanforderungen» und die «Empfohlenen Systemanforderungen». Diese unterscheiden sich oft gewaltig.

Zum Beispiel das Rollenspiel «The Witcher» von Atari: Dort wird unter den minimalen Anforderungen angegeben, dass ein Computer mit einen Prozessor mit 2,4 Gigahertz (GHz) Taktfrequenz ausreicht. Außerdem sollte 1 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher vorhanden sein. Bei empfohlenen Voraussetzungen wird allerdings ein wesentlich leistungsfähigerer Rechner gefordert: Da soll es dann schon ein Maschine mit Dual-Core-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher sein.

Gerade Neueinsteiger im Bereich der digitalen Spiele dürften sich fragen, was der Heim-PC denn nun tatsächlich können muss. «Die Minimal-Anforderungen sind in der Regel so angegeben, dass das Spiel irgendwie läuft», sagt Michael Trier, Chefredakteur der Zeitschrift «Gamestar». Meist muss dann auf etwaige grafische Spezialeffekte verzichtet werden.

«Wenn der Computer nur die Minimal-Anforderungen erfüllt, wird auch die Bildschirmauflösung heruntergeschraubt, teils kann man nur im Fenstermodus spielen», ergänzt Axel Schmidt, Sprecher des Publishers Frogster in Berlin. Es geht bei diesen Minimal-Forderungen nur darum, dass der Titel irgendwie gespielt werden kann.

«Es ist eine gängige Praxis, kleinere Kennzahlen anzugeben, um die Kunden nicht abzuschrecken», sagt Michael Trier. Die Fachleute raten daher, sich eben nicht an den minimalen Anforderungen zu orientieren. Besser ist es, auf die empfohlenen Voraussetzungen zu schauen und dort zu überprüfen, ob der eigene Computer die entsprechenden Merkmale aufweist. «Bei den empfohlenen Voraussetzungen, ist davon auszugehen, dass das Spiel auf mittleren Einstellungen mit mittlerer Qualität läuft», sagt Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) in Berlin.

Wer den nicht hat, dem hilft Geduld. Gerade im Hardware-Bereich geht die Entwicklung bekanntlich schnell voran. Ein Computer, der heute noch zur Oberklasse zählt, ist womöglich schon in wenigen Monaten ein Durchschnitts-Gerät, das auch zu wesentlich günstigeren Preisen zu bekommen ist. «Man kann sagen, dass sich die Preise der Hardware innerhalb eines Jahr etwa halbieren», so Michael Trier. Ähnlich sieht es mit den Spielen selbst aus, für die kurz nach dem Erscheinen meist noch Preise um 50 Euro verlangt werden.

Laut Michael Trier gibt es Top-Titel nach einem Jahr als sogenannte Budget-Version meist für die Hälfte. Für nicht so begehrte Spiele wird manchmal schon nach einem halben Jahr die Hälfte verlangt. Wer sich also etwas länger in Vorfreude übt, später dann den preisgünstigen Rechner und das herabgesetzte Spiel kauft, der braucht dann tatsächlich nur noch kurz die Software zu installieren und kann in hoher Qualität den Wunschtitel spielen.

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