IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Berichte » Schutz vor Elektrosmog: Viel Geld für wenig Wirkung

Berichte

Schutz vor Elektrosmog: Viel Geld für wenig Wirkung

Bewertung:
Schutz vor Elektrosmog: Viel Geld für wenig Wirkung IT-News-World.de 0 5 3
Produkte gegen Elektrosmog
Mobilfunkantennen machen vielen Menschen Angst - doch übereilt ergriffene Abschirmmaßnahmen können kontraproduktiv und sehr teuer sein. (Bild: dpa/tmn)

am 18.06.2008 | Von Sven Appel, dpa

Düsseldorf/Salzgitter (dpa/tmn) - Ein kleines Glasgebilde für 2000 oder ein Baldachin für 600 Euro - das ist viel Geld. Doch manche zahlen solche Preise gern weil sie glauben, dadurch etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Solche Produkte sollen den Herstellern zufolge vor «Elektrosmog» schützen. Meist fehlt aber der Nachweis für die Wirksamkeit. «Viele dieser Produkte helfen gar nicht», sagt Florian Emrich vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter.

Als «Elektrosmog» werden oft verallgemeinernd elektromagnetische Felder (EMF) bezeichnet, wie sie etwa Mobilfunk-Sendemasten erzeugen. Aber nicht jeder, der vom Fenster aus eine Sendeanlage sieht, muss sich aktiv schützen. «Da müsste es schon knüppeldick kommen», sagt Rolf Buschmann, EMF-Experte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Meist liege die Belastung um ein Vielfaches unter den auch von Kritikern geforderten strengeren Grenzwerten.

Bevor jemand Geld für Spezialfarbe oder Ähnliches ausgibt, sollte er eine Messung am Ort vornehmen lassen. «Elektromagnetische Felder können aus ganz unterschiedlichen Quellen stammen», sagt Buschmann. Nur ein Fachmann könne die Messergebnisse vernünftig deuten. Eine Begehung des Hauses kostet im Schnitt etwa 200 Euro.

Hat der Fachmann Handlungsbedarf festgestellt, kommt es darauf an, um welche Form von EMF es sich handelt. Gegen die niederfrequente Strahlung, wie sie Hochspannungsleitungen erzeugen, helfe nur eine räumliche Veränderung - beispielsweise ein Wechsel des Schlafzimmers.

Gegen etwa von Mobilfunkmasten stammende hochfrequente EMF können metallhaltige Farben oder Baldachine über dem Bett helfen. «Wichtig ist, dass die Abschirmung vom Fachmann installiert wird», sagt Bernd Rainer Müller von der Umweltschutzorganisation BUND, der ein Ingenieurbüro für Arbeitsschutz und Messtechnik im nordrhein-westfälischen Lage unterhält.

Die meisten Produkte gegen Elektrosmog sind allerdings eher der Kategorie Nepp zuzuordnen: Ihre Wirksamkeit ist nach den Kriterien der Wissenschaft nicht nachzuweisen. Nur in Ausnahmefällen sind die Anbieter so fair und weisen auf dieses Manko hin.

Andere Dinge haben gewisse Wirkung, sind aber kaum sinnvoll - etwa Handytaschen, die vor Strahlung schützen sollen, wenn das Gerät nicht genutzt wird. Dann könne man es genauso gut ausschalten, sagt Emrich vom BfS. Abgesehen von gelegentlichen Ortungssignalen strahlen Handys ohnehin nicht, solange sie nicht genutzt werden.

Am besten lässt sich die Belastung durch hochfrequente Felder reduzieren, indem man das Telefonieren mit dem Handy auf das Nötigste beschränkt. In der Wohnung könnte auf WLAN und schnurlose Telefone verzichtet werden. Letztere gibt es zudem immer öfter mit sogenanntem Eco-Modus, der die Leistung situationsabhängig herunterfährt.

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
Photoshop: Komplizierte Bildelemente freistellen
nächster Artikel »
Bessere Displays: Neue Digitalkameras

Weitere News aus Berichte

Sprachen pauken für den Urlaub - Neue Apps und Lernprogramme

16.05.2012 | Von Cordula Dernbach, dpa | Berlin (dpa/tmn) - «Hallo», «Tschüss», «Bitte» und «Danke»: Wer im Urlaub mehr als nur diese Sprachfetzen beherrschen will, kann fremde Begriffe und Vokabeln mit elektronischen Helfern lernen. Unter den neuen Programmen gibt es auch Angebote für Kinder.  .  Weiter lesen ...

Sprachen pauken für den Urlaub - Neue Apps und Lernprogramme

16.05.2012 | Von Cordula Dernbach, dpa | Berlin (dpa/tmn) - «Hallo», «Tschüss», «Bitte» und «Danke»: Wer im Urlaub mehr als nur diese Sprachfetzen beherrschen will, kann fremde Begriffe und Vokabeln mit elektronischen Helfern lernen. Unter den neuen Programmen gibt es auch Angebote für Kinder.  .  Weiter lesen ...

Grafikkarte für den PC: Aufrüsten lohnt sich

16.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Berlin/Dresden (dpa/tmn) - Spiegelungen, Schatten und andere Effekte: Die volle Pixelpracht gibt es in modernen PC-Spielen nur mit leistungsstarken Grafikkarten. Beim Kauf kommt es aber nicht nur auf die pure Leistung an.  .  Weiter lesen ...

Bluetooth-Tastaturen machen Tablets zum Notebook

15.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Berlin (dpa/tmn) - Eine SMS ist auf einem Touchscreen schnell geschrieben, eine Mail auch noch. Doch bei langen Texten oder komplizierten Webadressen nerven virtuelle Tastaturen. Eine Alternative sind physische Bluetooth-Tastaturen für Smartphones oder Tablets.  .  Weiter lesen ...

Bitte ohne Schnickschnack: Handys und Telefone für Ältere

10.05.2012 | Von Dirk Averesch, dpa | Berlin (dpa/tmn) - Weniger ist mehr. Das gilt gerade bei Handys und Telefonen für Ältere. Doch nicht jedes Telefon, das mit dem Wort Senioren wirbt und nur Basisfunktionen bietet, ist auch einfach zu bedienen.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Berichte »

 

iTeufel Air / Hier steckt nicht der Teufel, sondern 210 Watt im Detail: Hinter der geschwungenen Oberfläche des iTeufel Air verbirgt sich das Lautsprechersystem. (Foto: Teufel)
 
     
 

Anzeige