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Neun neue Schadprogramme jeden Tag

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am 20.11.2003 | von ak

Das Risiko, sich einen Virus oder Wurm aus dem Netz der Netze einzufangen oder einem Hacker auf den Leim zu gehen, wächst. Denn Virenbastler und Hacker werden immer produktiver. Nach dem aktuellen IRIS-Report der Internetsicherheitsfirma ISS tauchten im dritten Quartal dieses Jahres weltweit 823 neue Internetschädlinge auf. Neun neue Schadprogramme erblickten jeden Tag das Licht der Cyber-Welt. Gleichzeitig reagierten Virenbastler und Hacker immer schneller auf neu entdeckte Sicherheitslücken.

Das Gefahrenpotenzial wächst
Der IRIS-Report (Internet Risk Impact Summary) wird vierteljährlich von der renommierten amerikanischen Internetsicherheitsfirma ISS herausgebracht und gibt einen Überblick über die sicherheitsrelevanten Vorfälle im jeweiligen Quartal. Die Ergebnisse des Reports für das dritte Quartal sind eindeutig: Das Gefahrenpotenzial durch Viren, Würmer und Trojaner wächst. Dabei stammen die weitaus meisten Computerschädlinge aus Nordamerika. Dort haben 85 Prozent aller Angriffe ihren Ursprung. Europa hat zwar im Vergleich zum zweiten Quartal um 1,4 Prozent zugelegt. Doch insgesamt werden von hier aus nur knapp 9 Prozent der Schadprogramme auf ihre zerstörerische Reise durch die Online-Welt geschickt.

Sicherheitsbarometer zeigt die augenblickliche Sicherheitslage an
Das so genannte X-Force-Team der Firma ISS analysiert Tag für Tag die aktuelle Sicherheitslage im Netz. Zu diesem Zweck hat ISS in den USA sowie in Japan, Brasilien, Schweden und Italien so genannte Security Operation Center eingerichtet. Deren Mitarbeiter beobachten von ihrem jeweiligen Standort aus Teilbereiche des Internets und schicken ihre Ergebnisse an das X-Force-Team im Firmensitz Atlanta. Hier werden die Einzeldaten analysiert und zu einem täglichen Sicherheitsbericht zusammengefasst. Auf dessen Grundlage wird ein täglicher AlertCon ermittelt, eine Art Sicherheitsbarometer, das die augenblickliche Sicherheitslage in vier Stufen anzeigt und auch Vorhersagen über deren Entwicklung erlaubt.



Weltweit 150 Millionen sicherheitsrelevante Vorfälle
Im dritten Quartal 2003 stand das X-Force-Sicherheitsbarometer nur an 37 Tagen auf der niedrigsten Stufe, 44 Tage lang auf Level Zwei und 11 Tage lang sogar auf Level Drei, der zweithöchsten Gefahrenstufe. Demgegenüber erreichte das Sicherheitsbarometer der X-Force von ISS im zweiten Quartal höchstens die Gefahrenstufe Zwei, und das auch nur an gerade einmal acht Tagen. Das Gefahrenpotenzial hat sich deutlich verschärft. Insgesamt verzeichneten die Spezialisten der X-Force von Juli bis September weltweit knapp 150 Millionen sicherheitsrelevante Vorfälle, was im Vergleich zum zweiten Quartal einem Anstieg von neun Prozent entspricht.

30 Prozent aller Sicherheitslücken mit hohem Risikopotenzial
Die ISS-X-Force kümmert sich nicht nur um Viren, Würmer und Trojaner, sondern füttert ihre Datenbanken regelmäßig auch mit den Sicherheitslücken, die in Software und Betriebssystemen neu entdeckt wurden. Im dritten Quartal 2003 wurden 725 neue Sicherheitslücken gemeldet. Davon wurde rund ein Drittel mit dem Risikolevel „hoch“ eingestuft. 369 Sicherheitslücken erhielten das „Prädikat“ „mittel“, und 138 Lecks wurden als „niedrig“ eingestuft. Hohes Risiko hat ein Sicherheitsleck, wenn dadurch unverzüglich Zugriff auf ein fremdes System oder die Ausführung von Programmcode möglich ist.

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