IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Netzwelt » Wachstum bei Klickwerbung bricht ein

Netzwelt

Wachstum bei Klickwerbung bricht ein

Bewertung:
Wachstum bei Klickwerbung bricht ein IT-News-World.de 5 5

am 05.04.2008 | von Alfred Krüger

Das Wachstum der sogenannten Klickwerbung im Internet stagniert. Das bekommt offenbar besonders Suchmaschinen- und Werbeprimus Google zu spüren. Das erfolgsverwöhnte kalifornische Unternehmen konnte bisher auf stolze Zuwachsraten in zweistelliger Höhe bauen. Wie das US-Marktforschungsunternehmen ComScore ermittelt hat, liegen die Zuwachsraten in den ersten Monaten dieses Jahres lediglich im einstelligen Bereich. Die Börse hat darauf reagiert. Der Kurs der Google-Aktien fällt.

Aktienkurs bricht ein
Den Löwenanteil seiner Einnahmen bezieht Suchmaschinenunternehmen Google aus der Werbung mit Textanzeigen – entweder auf den eigenen Seiten oder mit seinem riesigen Werbenetzwerk, durch das kontextbasierte Textanzeigen auch auf fremden Seiten geschaltet werden. Über mangelnde Einnahmen konnte sich das Unternehmen bisher nicht beklagen. Im Gegenteil scheffelte das US-Unternehmen Milliarden mit seiner Paid-per-Click-Werbung. Die Börsianer dankten es dem Unternehmen. Im November letzten Jahres stiegen die Google-Aktien auf ein Allzeithoch von knapp 750 US-Dollar. Seitdem befindet sich die Aktie im Sinkflug. Sie verlor rund vierzig Prozent und weist nun einen Wert von rund 450 US-Dollar auf.

Weniger Wachstum
Eine Untersuchung des US-Marktforschungsunternehmens ComScore führt nun zu weiteren Kursverlusten. Die Marktforscher haben ermittelt, dass das Wachstum der Paid-per-Click-Werbung bei derzeit drei Prozent stagniert – ein verglichen mit den Zahlen aus dem Herbst vergangenen Jahres extrem geringes Wachstum. Damals erzielte Google mit seinen Werbeanzeigen noch Zuwächse in Höhe von rund 37 Prozent.



Auswirkungen der Finanzkrise
Woran liegt es, dass die Klickraten nicht mehr im gewohnten Tempo wachsen? Marktkenner sehen einen Zusammenhang mit der derzeitigen Finanzkrise in den USA. Die Krise habe sich jetzt auch auf die IT- und Internetbranche ausgeweitet, sagen die Experten von ComScore. Viele US-Unternehmen würden ihre Werbeaktivitäten derzeit einschränken bzw. nicht mehr in gewohntem Umfang ausweiten. Die Folgen für die Klickraten liegen auf der Hand.

Verfeinertes System
Google will davon nichts wissen. Ende Februar hatte Google-Mitbegründer Sergej Brin eine andere Erklärung auf Lager. Google selbst habe „Schuld“ an der Entwicklung der Klickraten. Man habe das System verfeinert, sodass Anzeigen nur noch dann geschaltet würden, wenn sie auch wirklich zum Inhalt einer Webseite bzw. zu einem Suchwort passen würden. Das führe selbstverständlich zunächst zu weniger Anzeigenschaltungen, sodass die Klickraten nicht wie früher steigen. Branchenkenner gehen davon aus, dass Google mit seinem verfeinerten System die Forderungen pro Klick an die Werbetreibenden erhöhen könnte. Wenn Anzeigen gezielter geschaltet werden, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anzeige erstens auf die richtige Zielgruppe trifft und zweitens auch tatsächlich angeklickt wird.

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
Schlappe für US-Musikindustrie
nächster Artikel »
Entschärfte AGB bei Photoshop Express

Weitere News aus Netzwelt

Kasperskys lange Leitung

25.06.2008 | Alfred Krüger | Anfang Juli schlug das Sicherheitsunternehmen Kaspersky Alarm. Die russischen Schadprogrammfahnder hatten gefährliche Trojaner in der freien Wildbahn des Internets aufgespürt: Ransomware - Schadprogramme, die Dateien im Opfer-PC verschlüsseln und ihre Opfer anschließend erpressen. Kaspersky rief daraufhin die Webgemeinde auf, bei der Entschlüsselung mitzuhelfen. Kritiker vermuteten einen PR-Gag. Und tatsächlich zeigt sich jetzt, dass es gar nicht nötig ist, den Schlüssel herauszufinden. Ein simples Recovery-Programm reicht aus, damit man wieder an die Daten kommt.  .  Weiter lesen ...

Piratenjäger und ihre Rechenkünste

16.05.2008 | von Alfred Krüger | Alle Jahre wieder legt die Business Software Alliance (BSA) ihren Pirateriebericht vor. Es geht um raubkopierte Software und die Schäden, die dadurch bei den Softwarefirmen entstehen. In Deutschland, so berichtet die BSA in ihrem jüngsten Pirateriebericht, ist der Anteil raubkopierter Software 2007 auf 27 Prozent zurückgegangen. Weltweit verzeichnet die BSA jedoch einen Anstieg um drei Prozent auf 38 Prozent. Die Zahlen werden vom US-Marktforschungsinstitut IDC ermittelt und sind mit Vorsicht zu genießen.  .  Weiter lesen ...

Mit Microsoft ins Universum

13.05.2008 | von Alfred Krüger | Vom Schreibtisch aus in ferne Galaxien? Microsoft macht’s möglich – mit WorldWide Telescope. Die Software erlaubt einen digitalen Blick durch verschiedene Weltraumteleskope in die unendlichen Weiten des Universums. Wer die technischen Möglichkeiten besitzt, kann sogar ein eigenes Teleskop über die neue Software aus dem Haus Microsoft fernsteuern. Die Daten, die WorldWide Telescope benutzt, stammen von verschiedenen Teleskopen auf der Erde und der Erdumlaufbahn. Wer WorldWide Telescope benutzen möchte, braucht allerdings einen in jeder Hinsicht überdurchschnittlich leistungsfähigen PC. Es gilt das Motto: Mehr ist immer besser.  .  Weiter lesen ...

Microsofts Yahoo-Deal vorerst geplatzt

04.05.2008 | von Alfred Krüger | Das Pokern um die Übernahme von Yahoo durch Microsoft ist vorerst vorbei. Microsoft hat sein Übernahmeangebot offiziell zurückgezogen. Yahoo wird dem Redmonder Softwarekonzern nicht einverleibt. Das gab Microsoft-Chef Steve Ballmer heute in einem Brief an Yahoo-Chef Jerry Chang bekannt. Zwischen beiden hatte es noch in den letzten Tagen Gespräche gegeben – aber offenbar in der Sache keine Annäherung. Obwohl Microsoft den Preis noch einmal um zwei Dollar pro Aktie von 31 auf 33 Dollar angehoben haben soll, zeigte Chang sich offenbar nicht willig. Analysten gehen nun davon aus, dass der Kurs der Yahoo-Aktie kräftig sinken wird.  .  Weiter lesen ...

PayPal-Zwang für schlechte Verkäufer

30.04.2008 | von Alfred Krüger | eBay rüstet auf in Sachen Sicherheit. Nicht nur in Australien, sondern nun auch in Deutschland gilt: In bestimmten Fällen müssen eBay-Verkäufer ihre finanziellen Transaktionen künftig über den Bezahldienst PayPal abwickeln. PayPal ist eine eBay-Tochter und bietet Käufern, die per PayPal zahlen, eine Absicherung bis zu 1000 Euro. Der PayPal-Zwang soll für Verkäufer eingeführt werden, die gewisse Mindestkriterien nicht erfüllen. In Australien wurde der PayPal-Zwang bereits vor rund drei Wochen angekündigt.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Netzwelt »

 

Phishing-Mails spähen Daten aus / Verbraucher können betrügerische Phishing-Mails melden. Damit warnen sie andere. (Bild: dpa)
 
     
 

Anzeige