Firefox-Nutzer müssen draußen bleiben
Firefox-Nutzer müssen draußen bleiben
IT-News-World.de
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am 28.08.2007 | von Alfred Krüger
Während der alternative Browser Firefox in der Gunst der Surfer zulegt und dem Internet Explorer weiter Marktanteile abnimmt, ruft der US-amerikanische Programmierer Jack Lewis zum Boykott des beliebten Browsers auf. Der Grund ist ein PlugIn, das den Firefox dazu befähigt, Werbeschaltungen auf Webseiten rigoros zu blockieren. Dadurch werde eine für viele Webmaster wichtige Einnahmequelle verstopft, klagt Lewis und ruft alle Webmaster auf, es ihm gleich zu tun und Firefox-Nutzer mit Werbeblocker von ihren Webseiten auszusperren.
Werbeblocker
Werbung auf Webseiten nervt – zumindest dann, wenn sie großflächig und aufdringlich daherkommt. Wenn sie sich dann auch noch über den Inhalt der eigentlichen Webseite legt, den Zugriff blockiert und erst dann verschwindet, wenn der User die entsprechende Schaltfläche angeklickt hat, ist für viele Nutzer das Ende der Fahnenstange erreicht. Ihre Geduld ist am Ende, sie wünschen sich nichts sehnlicher als einen Browser, der alle diese Werbeschaltungen von vornherein ausblendet.
AdBlock Plus
Für den Open-Source-Browser Firefox gibt es eine Reihe von PlugIns, also kleine Erweiterungsprogramme, die dafür sorgen, dass beispielsweise Flash-basierte Werbung nicht mehr angezeigt wird. Dem US-amerikanischen Webmaster Jack Lewis sind solche Erweiterungen ein Dorn im Auge. Ganz besonders aber wettert er auf seiner Webseite gegen ein PlugIn namens „Ad Block Plus“.
Auch Google-Werbung wird geblockt
„Sparen Sie Zeit und Internet-Kosten“, heißt es auf der Entwicklerwebseite des agilen Werbeblockers. „Nase voll von all der lästigen Werbung im Internet, die oft länger zum Laden braucht als alles andere auf der Seite?“, wird hier gefragt und Adblock Plus als Lösung angepriesen. Dabei lassen sich für die Unterbindung von Werbeschaltungen Filter definieren – entweder über ein Rechtsklick-Kontextmenü oder durch ein Abonnement, das den Werbeblocker automatisch immer auf dem neuesten Stand hält und Werbung zuverlässig unterdrückt. Selbst die dezenten Anzeigen des US-amerikanischen Werberiesen Google lassen sich damit unterbinden.
Webseiten finanzieren sich über Werbung
Was für den einen wie der (werbefreie) Internethimmel auf Erden klingt, ist für viele Webmaster ein Ärgernis. Jack Lewis sagt, warum. Viele Webmaster „leben“ von den Werbeanzeigen auf ihrer Webseite. Sie finanzieren damit alle Kosten, die ihre Webseite verursacht. Auch sonst können viele Inhalte im Netz nur deshalb kostenfrei angeboten werden, wenn sie sich per Werbeschaltungen finanzieren lassen. Werbeblocker wie Adblock Plus lassen diese Einnahmequelle rigoros versiegen, beklagt sich Lewis.
„Surfen mit Firefox ist wie Stehlen“
Der US-Amerikaner will bewusst provozieren und geht noch einen Schritt weiter. Surfen mit dem Werbung blockenden Firefox sei „wie stehlen“. „Viele Webseiten bieten ihren Nutzern hochwertige Inhalte im Tausch für ihre Aufmerksamkeit auf Werbeschaltungen an. Die Inhalte zu konsumieren und dabei die Werbung auszublenden, ist nichts anderes als Diebstahl.“ Lewis fordert deshalb alle Webmaster auf, Nutzer des Firefox, die AdBlock Plus als Werbeblocker nutzen, vom Zugriff auf ihre Webseiten auszuschließen. Auf seiner eigenen Homepage hat er dafür gar eine kostenlose Anleitung bereit gestellt, die weniger versierten Webmastern helfen soll, Firefox-Nutzer auszusperren.
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