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Email-Würmer greifen Antispam-Webseiten an

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Email-Würmer greifen Antispam-Webseiten an IT-News-World.de 5 5

am 04.11.2003 | von ak

Es scheint unter Virenbastlern beliebt zu sein, einen Schädling gleich in mehreren Variationen auf die Windows-Netzwelt loszulassen. Der neue Wurm, der sich derzeit in mindestens vier verschiedenen Versionen verbreitet, heißt Mimail. Seine D-Variante greift per Denial-of-Service-Attacken diverse Antispam-Webseiten an.

Mimail verschickt private Informationen
Der erste Mimail-Wurm schlängelte sich bereits Anfang August durchs Netz. Er verbreitete sich mittels eigener SMTP-Maschine und versendete sich an Emailadressen, die er auf dem befallenen PC vorfand. Ebenso wie seine Nachfolger begnügte sich Mimail nicht damit, sich selbst weiter zu verbreiten. Vielmehr verschickte er gleichzeitig private Informationen, die er auf dem infizierten Rechner vorfand, an bestimmte Emailadressen.

Sex zieht anscheinend immer
Alle Mimail-Würmer müssen zu ihrer Verbreitung per Mausklick auf den mitgeführten Anhang aktiviert werden. Um den Mailempfänger zum Anklicken des Anhangs zu motivieren, haben sich die Mimail-Bastler einiges einfallen lassen. Erstens wird der Absender der Mail aus dem Adressbuch des infizierten PCs entnommen, sodass der neue Empfänger vermuten könnte, die infizierte Mail komme von einem Bekannten. Zweitens kommen Mimail-Würmer mit neugierig machenden Betreffzeilen wie „Don’t be late“ oder „Our private photos“ daher. Drittens gaukelt ihr Nachrichtentext dem ahnungslosen Empfänger vor, im Anhang könnten sich „interessante“ Fotos verbergen. Der Text beginnt mit „Hello dear“; er verspricht dem Empfänger „This evening i'll come and we'll make the best SEX :)” und schließt mit „Kiss, James“. Offenbar gibt es genug neugierige User, die auf diesen reißerischen Text hereinfallen und den Anhang öffnen. Denn insbesondere Mimail.C und Mimail.D verbreiten sich derzeit mit ahnsehnlicher Geschwindigkeit von einem Mailpostfach zum nächsten.



Mimail verschickt private Informationen
Die Schadwirkung von Mimail.C und Mimail.D besteht nicht nur im massenhaften Versand verseuchter Mails, sondern auch darin, dass beide Würmer private Informationen an bestimmte Emailadressen versenden. Mimail.C hat es außerdem auf verschiedene Domains abgesehen, die er mit einem Denial-of-Service-Angriff lahm legen will. Mimails C-Variante hat dabei offenbar Domains im Visier, die das Wort „Darkprofits“ enthalten. Mimail.D dagegen hat ein ganz anderes Angriffsziel.

Mimail.D greift Anti-Spam-Organisationen an
Der jüngste Spross aus der Mimail-Familie versucht, die Domains von Antispam-Organisationen massenhaft mit Datenmüll zuzuschütten und auf diese Weise auszuschalten. Unter den attackierten Webseiten befinden sich die Internetpräsenzen von SpamCop, SPEWS (Spam Prevention Early Warning System) und das Spamhouse Project. Dies sei kein Zufall, meinen Antiviren-Spezialisten wie Gernot Hacker von der Antiviren-Firma Sophos. Hacker vermutet die Mimail.D-Schöpfer deshalb unter denjenigen, „die auch die E-Mail-Eingänge mit zahllosen Spam-Mails füllen“. Die Denial-of-Service-Attacken, die Mimail.D durchführt, wertet er laut heise online als einen gezielten Versuch, „die Quellen für Antispam-Tools im Internet auszuschalten“.

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