IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Netzwelt » Nicht nur automatische Kontrolle bei YouTube

Netzwelt

Nicht nur automatische Kontrolle bei YouTube

Bewertung:
Nicht nur automatische Kontrolle bei YouTube IT-News-World.de 0 5 1

am 16.06.2007 | von Alfred Krüger

Mit den Klagen der US-Unterhaltungsindustrie im Genick suchen Google und YouTube immer noch nach der richtigen Methode, um Urheberrechtsverletzungen auf dem Videoportal zu unterbinden. Nachdem es zuvor geheißen hatte, man werde eine automatisierte Kontrolle der hochgeladenen Videos vornehmen, besinnt sich Google jetzt offenbar auf die eigentlichen Qualitäten seines Angebots aus dem Mitmachweb 2.0. Die Gemeinschaft der Nutzer soll es richten. Es gebe keinen besseren Filter als den Nutzer selbst – zumindest bei Gewalt und Pornos.

Nicht aus der Portokasse
Eine Milliarde Dollar sind auch für Großverdiener wie die US-Suchmaschine Google kein Pappenstiel, den man aus der Portokasse zahlt. In dieser Höhe bewegen sich jedoch die Schadensersatzforderungen, die der Suchgigant und Besitzer von YouTube an den US-Unterhaltungskonzern Viacom bezahlen soll – käme der Konzern vor Gericht mit seinen Ansprüchen durch. Die alles entscheidende Frage dürfte dabei sein, ob Google und YouTube genügend unternehmen, um Urheberrechtsverletzungen auf YouTube zu unterbinden.

Automatisierte Kontrolle
Google-typisch setzte die Suchmaschine bisher hauptsächlich auf die Entwicklung einer automatisierten Kontrolle der hochgeladenen Videos. Kürzlich wurde bekannt, dass der Suchkonzern zusammen mit dem Medienunternehmen Time Warner und dem Disney-Konzern eine Technik zur automatischen Identifizierung von Videos testen wolle. Man habe ein eigenes Verfahren entwickelt, nachdem Fremdprodukte wenig Erfolg gebracht hätten, erklärte YouTube-Chefentwickler Chris Maxey gegenüber dem Wall Street Journal.



Kein Allheilmittel
Dass man in der automatisierten Kontrolle nicht mehr das alleinige Heilmittel zur Kontrolle der gigantischen Menge an Videos sieht, die bei YouTube auf Abruf bereit stehen, erklärte kürzlich Steve Chen im offiziellen Google-Weblog. Chen ist einer der beiden YouTube-Gründer, die ihr Unternehmen 2005 an Google verkaufen konnten. Dies gelte allerdings nur für Gewaltdarstellungen und Pornografie. Hier sei der einzelne YouTube-Nutzer eine verlässliche Quelle. Er könne „anstößige“ Inhalte melden, die dann von YouTube-Mitarbeitern überprüft werden könnten.

Nutzerkontrolle versagt beim Copyright
Ungeeignet sei die Nutzerkontrolle allerdings, wenn es darum ginge, Urheberrechtsverletzungen aufzudecken. In aller Regel sei es einem durchschnittlichen Nutzer nicht möglich exakt zu erkennen, ob ein hochgeladenes Video urheberrechtlich geschützt ist oder nicht. Man arbeite derzeit allerdings mit Hochdruck an den Verfahren, die eine automatische Kontrolle ermöglichen sollen. Bei der automatisierten Videoerkennung würden „visuelle Schlüsselaspekte“ eines hochgeladenen Videos mit solchen verglichen, die urheberrechtlich geschützt seien.

Hohe Fehlerquote
Die Fehlerquote sei Chen zufolge derzeit allerdings noch viel zu hoch. Man arbeite aber am Feintuning der entsprechenden Programme. Dabei gehe es angesichts der Vielzahl der täglich hochgeladenen Videos auch darum, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der automatisierten Kontrolle noch erheblich zu steigern. Man hoffe darüber hinaus, mit der automatischen Videoerkennung nicht nur den rechtlichen Anforderungen zu genügen, sondern auch die Position der Copyright-Inhaber zu stärken – schöne Worte, die vor Gericht ganz sicher Eindruck schinden werden.

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
Bundesrat fordert verschärfte Überwachung
nächster Artikel »
Neue Trends im Online-Handel

Weitere News aus Netzwelt

Kasperskys lange Leitung

25.06.2008 | Alfred Krüger | Anfang Juli schlug das Sicherheitsunternehmen Kaspersky Alarm. Die russischen Schadprogrammfahnder hatten gefährliche Trojaner in der freien Wildbahn des Internets aufgespürt: Ransomware - Schadprogramme, die Dateien im Opfer-PC verschlüsseln und ihre Opfer anschließend erpressen. Kaspersky rief daraufhin die Webgemeinde auf, bei der Entschlüsselung mitzuhelfen. Kritiker vermuteten einen PR-Gag. Und tatsächlich zeigt sich jetzt, dass es gar nicht nötig ist, den Schlüssel herauszufinden. Ein simples Recovery-Programm reicht aus, damit man wieder an die Daten kommt.  .  Weiter lesen ...

Piratenjäger und ihre Rechenkünste

16.05.2008 | von Alfred Krüger | Alle Jahre wieder legt die Business Software Alliance (BSA) ihren Pirateriebericht vor. Es geht um raubkopierte Software und die Schäden, die dadurch bei den Softwarefirmen entstehen. In Deutschland, so berichtet die BSA in ihrem jüngsten Pirateriebericht, ist der Anteil raubkopierter Software 2007 auf 27 Prozent zurückgegangen. Weltweit verzeichnet die BSA jedoch einen Anstieg um drei Prozent auf 38 Prozent. Die Zahlen werden vom US-Marktforschungsinstitut IDC ermittelt und sind mit Vorsicht zu genießen.  .  Weiter lesen ...

Mit Microsoft ins Universum

13.05.2008 | von Alfred Krüger | Vom Schreibtisch aus in ferne Galaxien? Microsoft macht’s möglich – mit WorldWide Telescope. Die Software erlaubt einen digitalen Blick durch verschiedene Weltraumteleskope in die unendlichen Weiten des Universums. Wer die technischen Möglichkeiten besitzt, kann sogar ein eigenes Teleskop über die neue Software aus dem Haus Microsoft fernsteuern. Die Daten, die WorldWide Telescope benutzt, stammen von verschiedenen Teleskopen auf der Erde und der Erdumlaufbahn. Wer WorldWide Telescope benutzen möchte, braucht allerdings einen in jeder Hinsicht überdurchschnittlich leistungsfähigen PC. Es gilt das Motto: Mehr ist immer besser.  .  Weiter lesen ...

Microsofts Yahoo-Deal vorerst geplatzt

04.05.2008 | von Alfred Krüger | Das Pokern um die Übernahme von Yahoo durch Microsoft ist vorerst vorbei. Microsoft hat sein Übernahmeangebot offiziell zurückgezogen. Yahoo wird dem Redmonder Softwarekonzern nicht einverleibt. Das gab Microsoft-Chef Steve Ballmer heute in einem Brief an Yahoo-Chef Jerry Chang bekannt. Zwischen beiden hatte es noch in den letzten Tagen Gespräche gegeben – aber offenbar in der Sache keine Annäherung. Obwohl Microsoft den Preis noch einmal um zwei Dollar pro Aktie von 31 auf 33 Dollar angehoben haben soll, zeigte Chang sich offenbar nicht willig. Analysten gehen nun davon aus, dass der Kurs der Yahoo-Aktie kräftig sinken wird.  .  Weiter lesen ...

PayPal-Zwang für schlechte Verkäufer

30.04.2008 | von Alfred Krüger | eBay rüstet auf in Sachen Sicherheit. Nicht nur in Australien, sondern nun auch in Deutschland gilt: In bestimmten Fällen müssen eBay-Verkäufer ihre finanziellen Transaktionen künftig über den Bezahldienst PayPal abwickeln. PayPal ist eine eBay-Tochter und bietet Käufern, die per PayPal zahlen, eine Absicherung bis zu 1000 Euro. Der PayPal-Zwang soll für Verkäufer eingeführt werden, die gewisse Mindestkriterien nicht erfüllen. In Australien wurde der PayPal-Zwang bereits vor rund drei Wochen angekündigt.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Netzwelt »

 

Funkadapter WU-1a / Wenn Nutzer ihre Nikon D3200 mit dem Funkadapter WU-1a aufrüsten, können sie die Kamera von ihrem Android-Smartphone aus bedienen und per Funk Fotos übertragen. Foto: Nikon
 
     
 

Anzeige